09.03.2018 Von: Gerti Ring

FREERIDE WORLD TOUR: Fieberbrunn

Österreicher und Franzosen dominieren das Podium – Siege für Lorraine Huber und Gigi Rüf Eva Walkner (AUT) und Manuela Mandl (AUT) Zweite • Elias Elhardt (GER) Zweiter bei den Snowboardern vor Thomas Feurstein (AUT) • Stefan Häusl (AUT) verabschiedet sich mit Rang elf von der FWT • Mandl und Feurstein als Führende nach Verbier

Fieberbrunn, 9. März 2018. Österreicher und Franzosen teilen sich in Fieberbrunn die Siegplätze: Lorraine Huber (AUT), Gigi Rüf (AUT), Mickael Bimboes (FRA) und Marion Haerty (FRA) holten beim vierten Stopp der FREERIDE WORLD TOUR 2018 (FWT) die Siege in ihrer Kategorie. Manuela Mandl (AUT) wurde bei den Snowboarderinnen Zweite und fährt als Gesamtführende zum Finale in Verbier, ebenso wie Thomas Feurstein (AUT), der hinter FWT-Debütant Elias Elhardt (GER) bei den Snowboardern Dritter wurde. Eva Walkner (AUT) machte bei den Skifahrerinnen einen österreichischen Doppelsieg perfekt.

 

Nur drei Tage nach dem dritten Tourstopp in Andorra führte die FWT in Fieberbrunn den vorletzten Wettbewerb der Saison 2018 durch. Am Nordhang des Wildseeloder ging es für die weiblichen und männlichen Skifahrer und Snowboarder um die Qualifikation für das große Finale beim Xtreme Verbier (31. März bis 8. April 2018) und die FWT 2019. Der Fieberbrunner Hausberg empfing die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ungewöhnlich großen Schneemengen und meist bedecktem Himmel. Während ihrer Abfahrt konnten die Fahrerinnen und Fahrer ihr ganzes Können zeigen und ihre Linie frei zwischen zahlreichen Rinnen, Felsen und Powderfeldern wählen.

 

Snowboard Damen
Der Sieg bei den Snowboarderinnen ging an Titelverteidigerin Marion Haerty (FRA), die für ihren technischen Run 68,67 Punkte erhielt. Manuela Mandl (AUT) holte sich in Fieberbrunn Platz zwei und ist nun die Favoritin für den Gesamtsieg. Die Wienerin zeigte einen schnellen, flüssigen Lauf mit zwei Airs und sammelte damit 67 Punkte. Dritte wurde Anna Orlova (RUS) mit 65,67 Punkten.
 
Nach zwei Saisonsiegen und einem zweiten Platz liegt Manuela Mandl in der Gesamtwertung mit 7200 Punkten auf Platz eins vor Marion Haerty mit 6460 und Anna Orlova mit 5980 Punkten. „Ich bin überglücklich, jetzt gehe ich als Führende nach Verbier!“, freute sich Manuela Mandl.

 

Ski Damen
Titelverteidigerin und Fieberbrunn-Vorjahressiegerin Lorraine Huber aus Lech am Arlberg (AUT), die verhalten in die Saison gestartet war, meldete sich in Fieberbrunn vehement zurück und sammelte mit einem Double Cliffdrop, einem gewaltigen Sprung von einem hohen Felsen und zwei weiteren Airs 88 Punkte. Weltmeisterin 2015 und 2016 Eva Walkner aus Kuchl (AUT) begann mit einer ähnlichen Linie wie Huber und beeindruckte im unteren Hangbereich mit einem weiteren hohen Air. Für ihre flüssige Fahrt erhielt sie 84,67 Punkte und wurde Zweite vor Rachel Croft (USA), die 74,67 Punkte bekam.
 
Im Gesamt-Ranking führt Arianna Tricomi mit 7200 Punkten vor Eva Walkner mit 6900 und Hazel Birnbaum (USA) mit 5625 Punkten. Lorraine Huber hat sich durch ihren Fieberbrunn-Sieg mit 5580 Punkten auf Platz vier vorgeschoben und ist damit für Verbier qualifiziert. „Ich freue mich total, dass ich nun den Bec des Rosses in Verbier fahren darf. Der Sieg bedeutet mir umso mehr, nachdem ich so einen durchwachsenen Start in die Saison hatte”, sagte Lorraine Huber.

 

Snowboard Herren
Gigi Rüf (AUT), zuletzt schon Dritter in Andorra, teilte seinen Lauf in einen Bigmountain- und einen Freestyle-Part auf: Er begann mit zwei Sprüngen im oberen Steilhang und legte mit zwei 360s im unteren Teil nach. 78,33 Punkte bescherten dem Vorarlberger den Sieg. Platz zwei mit 77 Punkten ging bei seiner FWT-Premiere an Elias Elhardt (GER), der eine kreative und ebenso technische wie verspielte Linie mit zahlreichen Sprüngen auf der selten befahrenen linken Seite des Hangs wählte. Thomas Feurstein aus Schruns (AUT) holte mit einer Serie von 360s Platz drei mit 75,67 Punkten.
 
Damit behauptet Thomas Feurstein seine Führung in der Gesamtwertung und fährt mit 6380 Punkten nach Verbier. Knapp hinter ihm lauert Gigi Rüf mit 100 Punkten weniger auf dem Konto. Dritter ist Davey Baird (USA) mit 6155 Punkten.
 
Gigi Rüf: „Es war ein super Contest hier in Fieberbrunn, ein schöner Berg, super Bedingungen. Es war für mich ein Traum, vorne dabei zu sein, und jetzt ist er wahr geworden. Es lief echt gut! Jetzt werde ich versuchen, in Verbier ein gutes Bild abzugeben, das ist das Sahnehäubchen!“
 
„Vor dem Contest gab es schon viel Anspannung und Ungewissheiten, aber letztlich hat es sich dann doch angefühlt wie beim Filmen, wo alles auf den Punkt kommen muss. Es war cool, und mein Run ist sehr gut gegangen. Es hat Spaß gemacht, so einen Contest zu fahren!“, sagte Elias Elhardt.
 
Thomas Feurstein freute sich: „Es ist auf jeden Fall eine Gaudi, dass ich es wieder auf das Podest geschafft habe. Bei vier Contests stand ich jetzt viermal auf dem Podest, das ist schon etwas Besonderes. Es ist ein gutes Gefühl, vor Verbier der Leader zu sein!“

 

Ski Herren
Der Sieg bei den Skifahrern ging an Mickael Bimboes (FRA), der eine einzigartige Linie wählte und an der Rinne im unteren Hangbereich einen Sprung stand, den noch kein anderer Fahrer bei einem Freeride-Contest am Wildseeloder gezeigt hatte. Platz zwei ging an Andorra-Sieger Kristofer Turdell (SWE), der 85,33 Punkte erhielt. Dritter wurde George Rodney (USA) mit 78,63 Punkten.
 
Stefan Häusl aus Strengen (AUT) fuhr seinen letzten Wettkampf in seinem unnachahmlichen Style und glänzte mit einem technisch höchst schwierigen Sprung aus einer Rinne heraus. Einen Air im unteren Bereich konnte er allerdings nicht ganz sauber landen. Mit 64,67 Punkten wurde er Elfter. Der Koblacher Fabio Studer (AUT) belegte nach einem hohen Cliffdrop und einem Alley-oop 360 mit 60 Punkten Platz zwölf. Felix Wiemers aus Biedenkopf (GER) stürzte und wurde 21.
 
Kristofer Turdell steht mit 6680 Punkten bereits als Weltmeister fest. Zweiter der Gesamtwertung ist Markus Eder (ITA) mit 5340 Punkten vor Loic Collomb-Patton (FRA), der 60 Punkten weniger aufweist. Felix Wiemers auf Platz 20, Fabio Studer auf Platz 21 und Stefan Häusl auf Platz 22 haben sich nicht für das Finale qualifiziert.
 
„In Fieberbrunn hat für mich alle begonnen, hier habe ich den ersten österreichischen Freeride-Contest und meinen ersten FWT-Contest gewonnen. Es ist für mich wunderschön, meine Contestkarriere nach neun Jahren auf der Tour hier abzuschließen“, verabschiedete sich Stefan Häusl von der FWT. „Jetzt konzentriere ich mich auf das Training meines Nachwuchsteams beim Skiclub Arlberg und auf Filmprojekte.“

 

Junioren starten am Samstag
Am Samstag, 10. März 2018, folgt in Fieberbrunn der 3-Sterne-Contest der Freeride Junior Tour by Head. Der Freeride-Nachwuchs startet vom Damenstart am Wildseeloder. Sie treten erstmals in zwei Alterskategorien an, 14 bis 18 Jahre und unter 14 Jahre. Die Läufe lassen sich vom Contest Village am Lärchfilzkogel aus verfolgen.

 

Contest Village am Lärchfilzkogel 
In Fieberbrunn gibt es auch am Wochenende noch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Am Samstag wartet zunächst die After-Contest Lounge an der Streuböden Alm, ehe es mit Après-Ski und Live-Band bei der Enzianhütte weitergeht. Abends wird mit DJ-Sound in S4 und Enzianschirm gefeiert. Am Samstag und Sonntag kann man auch Material testen.

 

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